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Father fiction

It’s Father’s Day.

First sentence: It’s Father’s Day. I am lying in the bed of my large-hearted ex-wife and I am looking after our kids while she has gone to Prague with her own father for the next couple of days.

…While I am waiting in vain for my kids to bring me some coffee in bed, I’m spending my time reading the list of „The Guardian“’s  100 best novels of all time –  „a countdown of the greatest literature ever published in English, as voted for by authors, critics and academics worldwide.“ („The Guardian“)

The best 100 novels of all time – The Guardian

Currently, on this very Father’s Day, they have published the Top 100 – 61 – and ashamed I realize how little my education in fiction is. I’ve read only three of those forty books listed.

At the end of the ranking „The Guardian“ asks its readers about their own best three novels and why these three ones are the ones for oneself.

That is an effort of self-reflection and intellectual humbleness for which I usually don’t have any time. But today it’s Father’s day! – which means that I still have no coffee, but plenty of time in bed!

So, here’s my Sunday-Story-take on a thursday-as-a-father-figure:

First sentence: 1801—I have just returned from a visit to my landlord—the solitary neighbour that I shall be troubled with.

Why No.1: I read it late in life, and I had never seen such a storm of life before, a storm that wuthers in inner soullandscapes with such psycho-profound, tender and terrible outcome, break-out, coming out and collapsing – all of it at the same time in a timeless tale. It showed me a very complete and coherent meaning of life experience throughout the lifespan of people.

2. „A Prayer for Owen Meany“ by John Irving

First sentence: I am doomed to remember a boy with a wrecked voice — not because of his voice, or because he was the smallest person I ever knew, or even because he was the instrument of my mother’s death, but because he is the reason I believe in God;

Why No.2: True friendship and the truth about society in an all-american epic story that is the only true hero story from the U.S. I’ve ever read. I read it when I was about 18 and it showed me what kind of friend I would like to be for my best friend later in life.

3. „It“ by Stephen King

First sentence: The terror, which would not end for another twenty-eight years — if it ever did end — began, so far as I know or can tell, with a boat made from a sheet of newspaper floating down a gutter swollen with rain.

Why No.3: I‘ve read it in the summer when I was 14 and even in the brightest daylight of those intense, hot summer days I was scared to death on my sunlit bed, because my imagination was led into its own darkness by a King who reigns in and for the hearts of Kids. It showed me for the rest of my life that my own imagination has the power to become a reality.

My son just has made scrambled eggs for him & me. It’s Father’s Day. 😉

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#Knowember + #Feelcember №3

In Kapitel 2 seiner “Kunst des Liebens” erörtert Erich Fromm seine Theorie über die Liebe. Liebe sieht er dabei als “Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz” (S.19). Das “Problem der menschlichen Existenz” wiederum ist für ihn die “Abgeschiedenheit” und das “Abgetrenntsein” des Menschen; und es sei sein “tiefstes Bedürfnis” aus dem “Gefängnis seiner Einsamkeit herauszukommen” (S.22). Wie kann er sein “einzelnes Leben transzendieren und das Einssein [erreichen]”? (S.23) Diese Frage hat laut Fromm schon seit allen Zeiten sowohl den Primitiven in seiner Höhle als auch den Astronatuen auf dem Mond beschäftigt, und die Vielfalt der menschlichen Kulturen und ihrer Geschichte durch alle Zeiten hindurch ist Antwort auf diese grundlegende Frage menschlicher Existenz.

Visualisierung von Erich Fromm's "Die Kunst des Liebens", Kapitel 2, "Die Theorie der Liebe", Seite 1 aus Notizbuch von Daniel Schwarz
Visualisierung von Erich Fromm’s “Die Kunst des Liebens”, Kapitel 2, “Die Theorie der Liebe”, Seite 1, (c) 2025 Daniel Schwarz
Visualisierung von Erich Fromm's "Die Kunst des Liebens", Kapitel 2, "Die Theorie der Liebe", Seite 2 aus Notizbuch von Daniel Schwarz
Visualisierung von Erich Fromm’s “Die Kunst des Liebens”, Kapitel 2, “Die Theorie der Liebe”, Seite 2, (c) 2025 Daniel Schwarz
Visualisierung von Erich Fromm's "Die Kunst des Liebens", Kapitel 2, "Die Theorie der Liebe", Seite 3 aus Notizbuch von Daniel Schwarz
Visualisierung von Erich Fromm’s “Die Kunst des Liebens”, Kapitel 2, “Die Theorie der Liebe”, Seite 3, (c) 2025 Daniel Schwarz
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Gedanken & Gedichte

#Knowember + #Feelcember №2

In seiner “Kunst des Liebens” stellt Erich Fromm fest, dass in modernen Zeiten Liebe nicht als Fähigkeit erkannt wird, die man erlernen muß, sondern eher als Objekt der Begierde angesehen wird, das einem wie eine reife Frucht in den Schoß fällt, würde man nur dem oder der “Richtigen” begegnen und selbst “liebenswert” sein.

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#Knowember + #Feelcember №1

Endlich darf ich mir Zeit zum Bücher lesen nehmen, weil es zu meinem Job gehört!, dachte ich – doch das war falsch gedacht. Ich komme immer weniger zum Lesen von Büchern. Daher starte ich jetzt den #Knowember (…am letzten Tag des Novembers, natürlich! ) und den #Feelcember.

Im #Knowember stelle ich mir die Herausforderung, ein für mich (ge-)wichtiges Buch zu lesen. Ich werde versuchen, seine Gedanken und Geschichten zu verstehen, indem ich sie mir so erkläre, wie ich das für mich selbst am Besten kann – visuell mit dem Stift in der Hand.

Im #Feelcember werde ich dann meine Gefühle und Gespräche über die Gedanken und Geschichten im Buch teilen.

Mein erstes Buch: Die von mir bis jetzt verpasste “Kunst des Liebens” von Erich Fromm. Die Frage, die mich beim Lesen interessiert: Kann mir dieses Buch etwas über die Liebe sagen (und natürlich die Frage, die man sich heimlich selbst dabei stellt: “Kann ich lieben?”) 🙂

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SiliconSchlachthof

Überlegungen zur “künstlichen Intelligenz”, Notizbucheintrag vom 11.08.2023

(Heute während dem Wohnungsputzen eine Radiosendung im “DLF” über KI gehört, dann im Café Bruno Latour gelesen, wieder über K.I. nachgedacht, und von Latour’s Reden über Heideggers Probleme mit der Moderne zu folgendem Gedanken gekommen:)

Chat-GPT & Co. sind Epigonen,
die Alles vergessen haben,
was nach ihrer Geburt passiert ist.
Sie sind daher weder seiend noch intelligent,
ja, sie sind nicht einmal verlässliche Aufschreibesysteme, wie vorherige Medientechnologien es waren.
Tatsächlich sind sie rückwärts gewandte Abschreibesysteme,
Postum-Parser, fernab jeglicher Autopoiesis, die nur existieren, weil alle menschliche (Geistes-) Arbeit digitalisiert wurde und nun in ihrer globalen Gesamtheit von digitalen Kapitalisten geklaut und als seelenloses Datenfleisch weiterverwurstet wird.

Der einzige Unterschied zur amerikanischen Fleischindustrie im Chicago des 19. Jahrhunderts besteht darin, dass wir es nun sind, die als industrielles Massengut am Haken unserer Smartphones aufgehangen übers Fließband Internet baumeln, angestochen werden und unser Seelenleben und geistiges Leben ausgeweidet und zu Wurst verarbeitet wird.

Es gibt noch einen Unterschied:
Die armen Schweine in den Union Stock Yards waren das Futter für uns Menschen.
Aber für wen sind wir nun das Futter?

Für uns selbst.

Die Wurstmasse wird in die Menschenhaut der Sprache eingenäht, damit wir sie als eine der unseren zu erkennen glauben, als ein scheinbar intelligentes Produkt, das wir armen Schweine verehren und verzehren wollen.

Dabei ist es unser eigen Fleisch und Blut, was uns da an uns weiterverkauft wird, ohne dass wir auch nur eine einzige Träne darüber verlieren.
Die Schweine in den Chicagoer Schlachthallen haben geschrien und geweint.
Die Transzendenz der Trainingsdaten hingegen trennt uns von unserem eigenen Seelenfleisch. Weil wir es nicht wiedererkennen, weinen wir nicht.

Auf unser eigenes Seelenleben und unser Geistesleben konnten wir uns verlassen.
Der nun daraus vermasst hergestellten Wurstmasse allerdings können wir beim Kauen nicht trauen.
Was also ist der Vorteil für uns Menschen?

Die Digitalindustrie geht den Weg der Lebensmittelindustrie.
Das kapitalistische System selbst bleibt dabei unverändert:

Haken, Fließband, Mixer.

Auch der Kapital-Fehler des Kapitalismus bleibt derselbe, er wird durch die Miniaturisierung, Beschleunigung und Verarbeitung der Computertechnologie nur zur Unkenntlichkeit hochskaliert:

Alles auf der Welt ist ein geschlossenes System,
ein Kreislauf, dessen Stoffströme wieder zum Ursprung zurückfliessen und diesen verändern werden.

Die Lebensmittelindustrie hat am Ende ihre Nahrungsquellen vergiftet.

Die Digitalindustrie wird unsere Geistesquellen vergiften.

Also uns selbst.

Oder die Digitaltechnologie wird endlich wirklich intelligent.

Aber eine Turing-Maschine ist eine Turing-Maschine:

Sie liest (ein) und schreibt (um).
Sie verwurstet Information.
Sie ist eine Wurstmaschine.

Come on
Oh baby don’t you wanna go
Come on
Oh baby don’t you wanna go
Back to that same old place
Sweet home Chicago

The Blues Brothers

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Die aktuelle Märchenstunde

Deutschland – ein weiteres Wintermärchen.

Dieses Gedicht erzählt unsere Geschichte, die gerade immer grausamer geschrieben wird. Was wollen wir in der Zukunft über uns lesen? Denk’ ich an Deutschland in der Nacht…

Lesung zur aktuellen Märchenstunde vom 19.03.2022.