In Kapitel 2 seiner “Kunst des Liebens” erörtert Erich Fromm seine Theorie über die Liebe. Liebe sieht er dabei als “Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz” (S.19). Das “Problem der menschlichen Existenz” wiederum ist für ihn die “Abgeschiedenheit” und das “Abgetrenntsein” des Menschen; und es sei sein “tiefstes Bedürfnis” aus dem “Gefängnis seiner Einsamkeit herauszukommen” (S.22). Wie kann er sein “einzelnes Leben transzendieren und das Einssein [erreichen]”? (S.23) Diese Frage hat laut Fromm schon seit allen Zeiten sowohl den Primitiven in seiner Höhle als auch den Astronatuen auf dem Mond beschäftigt, und die Vielfalt der menschlichen Kulturen und ihrer Geschichte durch alle Zeiten hindurch ist Antwort auf diese grundlegende Frage menschlicher Existenz.


